Juni26
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen am Wochenende im Kino “Mr. Shi und der Gesang der Zikaden” anzusehen. Sicherlich kein Film der das breite Publikum anlockt, aber dafür sind wir auch irgendwie nicht zu haben. Dummerweise laufen solche Film in Lübeck aber neuerdings immer im Original mit Untertiteln. Grrr… Irgendwie ganz schön blöd das. Dabei besitzt das Kino wirklich Flair. So richtig schön altmodisch. Vielleicht verschieben wir ja auch den Termin auf 4. Juli, dann läuft der Film nämlich in Bargtheheide…. Grübel Grübel
Nachtrag:
Am 4. Juli machten wir uns auf ins Cinema Paradiso, Bargteheide, um “Mr. Shi und der Gesang der Zikaden” anzusehen. Auch hier lief der Film mit Untertiteln. So anstrengend wie vermutet wurde es aber nicht. Eine Vielzahl der Dialoge war in Chinesisch. Zumal der Film auch nicht sehr dialoglastig ist, sondern eher die Bilder sprechen lässt. Unsere Empfehlung: vier von fünf Sternen (wer anderes Kino mag).
Ein Tipp: Dialog mit meinem Gärtner.
Juni26

Ein verlängertes Wochenende im Rahmen eines 2wöchigen Urlaubs in Rom zu verbringen ist schon etwas besonderes. Lange Zeit stand die “Ewige Stadt” auf dem Wunschzettel der zu bereisenden Regionen und Städte. Wochen vor dem eigentlichen Termin dann einen günstigen Flug ergattert und nach mehrstündigem Suchen im Internet auch eine schöne Unterkunft in nähe des Hauptbahnhofes. Pünktlich zum Reisebeginn verbesserte sich das Wetter und die Sonne brach sich den Weg durch den Himmel. Nicht zu warm aber auch nicht zu kalt. Genau die richtige Temperatur für eine Städtereise. Was wir alles besichtigt haben? Nicht viel, weil uns war es wichtiger die Stimmung und das Leben einzufangen. Es war genau das richtige Vorgehen. Bei strahlendem Sonnenschein sich in Museen zu tummeln, gleicht in meinen Augen einem Frevel. Ein Eis in der Hand entspannt die Stadt erkundend oder in einem Park die Mittagszeit zu verdösen ist Entspannung pur. Rom überwältigt einen mit seinen alten Gebäuden, dem Verkehr und einem Gemisch von unterschiedlichen Nationalitäten. Als Germane kommen die zum bersten vollen Omnibussen am Anfang befremdlich vor, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Nun haben wir zwar nicht alle Museen gesehen, dafür aber auf Schusters Rappen die Stadt erkundet und viele schöne Ecken gesehen. Es waren zwei Tage die uns wunde Füsse bescherte aber auch viel Entspannung brachte. Übrigens das Essen, egal wo, war immer super lecker. Zwei Empfehlung zum Schluß: Rom-Pass und unser Hotel Astoria Garden.
Januar25
Pünktlich zum Feierabend versah gestern Väterchen Frost die Landschaft mit einer wenig Zentimeter hohen weißen Puderschicht. So lass ich mir den Winter gefallen. Frostige Temperaturen und ein Hauch von Schnee. Nachteil statt der regulären 20 Minuten dauernden Heimfahrt brauchte ich 40 Minuten. Blechlawinen quälten sich Stoßstange an Stoßstange über die winterlichen Straßen Lübecks. Froh in meiner Straße einen Parkplatz gefunden zu haben, schilderte ich mit meinen Schuhen zur Eingangstür. Schon ahnend, dass am nächsten Morgen enteisen und entschneen angesagt war. Später als gewohnt verließ ich am heutigen Morgen das Haus. Dachte so dem Berufsverkehr zu entfliehen und mit wenig Verspätung im Brüo einzutreffen. Weit gefehlt. Im Verkehrsfunk sagten sie eine Vollsperrung der zu passierenden Autobahn durch. Nach Alternativen suchend, ließ ich die Altstadtinsel links liegen. Es war ein Fehler. Schon am ersten Kreisel ging nichts mehr. 10 Minuten stand ich. Noch auf fliessenden Verkehr hoffend, setzte ich die Fahrt fort. Am nächsten Kreisel dauerte es 20 Minuten. Diesen erfolgreich überquert stand ich dann eine geschlagene halbe Stunde in der Ausfallstraße. Es sollte der längste Stau auf meinem heutigen Arbeitsweg werden. Danach ging alles zügig. Der Wintereinbruch und die Speerung der Autobahn sorgten für ein Verkehrschaos auf Lübecks Straßen. Eine satte Stunde habe ich heute für nicht mal ganz 10 Kilometer gebraucht. Auf Schusters Rappen wäre ich schneller gewesen. Es ist schon erstauntlich wie viele LKWs Güter über die Straßen transportieren. Die moderne Lagerhaltung findet auf den Autobahnen und Landstraßen statt. Auf allen drei Spuren standen die Brummis auf der Autobahn kilometerlang. Es ging nichts mehr.
Oktober10
Drei Tage im Büro und die alte Trettmühle nimmt einen gefangen. Stress in Form von Termindruck löst die mühsam gewonnene Erholung ab. Das eigene Pflichtbewußtsein siegt über die Gelassenheit. Verhext. Kurz bevor es in die Sommerfrische geht, klotzt man richtig ran. Bloß keine offenen Vorgänge der Urlaubsvertretung hinterlassen. Das Überstundenkonto füllt sich. Nach Beendigung der Ferien, stellt man erschreckt fest, dass die Kollegen nur das Nötigste bearbeiteten. Wichtige Vorgänge blieben liegen. Warum tue ich es den anderen nicht gleich? Beschränke mich auf meine Aufgaben und gucke nicht über den Tellerrand. Fange an zu stöhnen, wenn nur der Hauch von Stress aufkommt. Nein, ich gebe mich erst geschlagen, wenn ich gesundheitliche Konsequenzen spüre. Verbringe Stunde über Stunde am Schreibtisch - alle andere schon längst im Feierabend. Möchte nicht verhehlen, dass ich diese ruhige Zeit geniesse. Richtig ist das nicht. Kein Lob vom Vorgesetzten und Kollegen. Nein das stimmt nicht. Der Lohn für alle Mühe ist noch mehr Arbeit, während die Faulen für die Faulheit weiter geschont werden. Ein Teufelskreis.
April27
Die Deutschen sind nicht glücklich mit ihren Jobs. Ein Viertel arbeitet nur des Geldes wegen und nur 27 Prozent freuen sich jeden Tag auf ihren Job. Damit finden sich die Deutschen in guter Gesellschaft, denn auch 23 Prozent der europäischen Kollegen sind nicht glücklich mit ihren Jobs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone, die unter knapp 9.700 Besuchern in acht Ländern Europas durchgeführt wurde. Quelle ComputerPartner 27. April 2006
Laut der Befragung arbeiten die zufriedensten Arbeitnehmer in den skandinavischen Ländern und das obwohl auch dort die Sozialleistungen kräftig reduziert wurden. Warum haben wir nur sowenig Freude an der Arbeit und die Skandinavier so viel? Sind wir zu pessimistisch oder haben uns skrupellose Manager die Lust auf Leistung genommen? Zahlt sich Mitdenken und Engagement als Angestellter wirklich nicht mehr aus. Regiert nur noch Neid unser Gesellschaft?