Benvenuto - Torsten blog(t)

Fahrt ins Blaue

Januar28

Dieser Samstag startete ganz ungewöhnlich. Die innere Uhr ließ uns bis kurz vor 11:00 Uhr schlafen. Da ich Übernachtungsbesuch hatte, war mir nicht nach der üblichen Routine. Der große Frühstücker bin ich nicht - jedenfalls nicht am heimischen Tisch. Nach einem für meine Verhältnisse ausgiebigen und reichhaltigen Brunch mit Brötchen, Süßem und Deftigen sowie einen leckerem Obstsalat, lockten uns die Sonnenstrahlen ins Freie. Auf nach Boltenhagen. Aber irgendwie landeten wir auf der A20. Nicht gerade der direkte Weg. Plötzlich spukte mir aber Warnemünde im Kopf herum. Gedacht, getan. Also wurde die Autobahnabfahrt Boltenhagen rechts liegen gelassen und das neue Ziel angepeilt. Die Sonnenstrahlen wichen ganz langsam. Es wurde immer nebliger. Sichtweite maximal 100 Meter. Ich bereute meinen Entschluß und auch meine Beifahrerin maulte. Wir fuhren aber unbeirrt weiter. Warnemünde begrüßte uns mit einem grauen Himmel. Ein eisiger Wind fegte über den Strand. Richtig ungemütlich. Bei Sonnenschein wäre es traumhaft gewesen. In den Ort geschlendert und gestaunt wie voll der Ort an einem Samstag ist und wie sich dieser seit meinem letzten Besuch verändert hat. Meine Begleitung nutzte die Gelegenheit, einen fangfrischen Fisch zu essen. Auf dem Rückweg besuchten wir das Schusters und genossen die wunderschöne Atmosphäre. Schade das alle Plätze direkt am Fenster belegt waren. Egal. Etwas weiter im Raum kann man nicht nur aufs Meer gucken, sondern auch die Gäste beobachten. Außerdem hatten wir unsere Ruhe. Als der Abend sich langsam ankündigte, machte wir uns auf den Heimweg. Meine Kleine war so müde, dass ich ihr vorschlug, es sich auf der Rücksitzbank gemütlich zu machen. Wozu fahre ich denn eine Familienkutsche! Der Nebel hatte die die Autobahn fest im Griff. Muß zugeben, dass ich für die Witterungsverhältnisse eigentlich zu schnell unterwegs war. Nichtsdestotrotz rauschten einige Autos mit heimischen Kennzeichen an mir vorbei. Unglaublich! Aber es war ein herrlicher Nachmittag. Ich sollte viel häufiger mit alten Gewohnheiten brechen und einfach machen wonach mir der Sinn steht bzw. mich einfach inspirieren lassen. So nun werde ich mir mal in meinen Sessel verdrücken und doch noch die Zeitung lesen!

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453 Stufen

Oktober19

Der Hamburger Michel Der 132 m hohe Kirchturm prägt die Silhouette der Hafenstadt. Schon häufig aus der Ferne bestaunt und als Orientierungspunkt genutzt, sollte der Hamburger Michel bestiegen werden. Bis zur Turmplatteform in luftiger Höhe sind es lediglich 453 Stufen. Der Treppenaufgang führt vorbei an gewaltigen Glocken und am Uhrwerk der größten Turmuhr Deutschlands. Der Ausblick bei schönem Wetter ist gigantisch.

Am Fuße der Kirche hat sich ein großes Verlagshaus angesiedelt und im Old Commerical Room kann man gut bürgerlich essen. Legendär der Hamburger Labskaus. Wegen der vielen portugiesischen und spanischen Gasstütten nennen Insider das Viertel rund um den Michel auch das Portugiesische Viertel. Ein Besuch lohnt sich wirklich und nicht nur tagsüber.

Blick auf die Alster

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