Benvenuto - Torsten blog(t)

Jack Welch “Was zählt”

August9

Autobiographien lese ich immer mit einer großen Portion Skepsis. Spannend empfinde ich in das Leben eines anderen Menschen einzutauchen und die Beweggründe für sein Tun bzw. die Sicht auf die Dinge der Welt zu erfahren. Bei vielen Selbstporträts schleicht sich eine zu positive Darstellung der jeweiligen Person ein. Das mag ich nicht. Nun habe ich einige Bücher von erfolgreichen Persönlichkeiten gelesen und allen scheint eines gleich zu sein. Sie sind meistens zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So auch bei Jack Welch. Es ist schon beeindruckend zu lesen mit welchem Respekt er seinen Mitarbeiter / Angestellte behandelt und gleichzeitig das Unternehmen mit großen Visionen zu einem erfolgreichen multinational agierende Konzern umgebaut hat. Ein Ausspruch seiner Mutter gleich auf den ersten Seiten beeindruckte mich sehr “Wenn du nicht verlieren kannst, wirst Du nie gewinnen lernen! Dann solltest Du gar nicht erst spielen” Obwohl ich das Buch mit Vergnügen gelesen haben, bleibt ein fahler Nachgeschmack.

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Heinrich Böll - Frauen vor Flußlandschaft

Oktober14

Die letzten Wochen verbrachte ich eher vor der Flimmerkiste, als daß ich meine Nase hinter einem Buch verschwand. Die Anschaffung von neuen Büchern unterliegtzur Zeit einer Haushaltssperre. Also mußte Papas Bücherregal herhalten. Bei der Durchsicht desselbigen, blieb ich bei Heinrich Böll hängen. “Frauen vor Flußlandschaft” ist das letzte Buch Heinrich Bölls und beleuchtet das Intrigenspiel von fiktivien Politikern und derem Umfeld. Obwohl bereits 1985 geschrieben, hat dieses Buch an Aktualität nichts eingebüßt. Vier Wochen nach der Wahl, erleben wir zur Zeit auch ein Ränkespiel um Macht und Einfluss. In vier Jahren vernehmen wir dann, daß es die Schuld des Koalitionspartners war, dass die notwendigen Reformen nicht gelöst werden konnte. Wer Lust zur Abstraktion hat, dem empfehle ich dieses Buch.

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