Oktober14
Die letzten Wochen verbrachte ich eher vor der Flimmerkiste, als daß ich meine Nase hinter einem Buch verschwand. Die Anschaffung von neuen Büchern unterliegtzur Zeit einer Haushaltssperre. Also mußte Papas Bücherregal herhalten. Bei der Durchsicht desselbigen, blieb ich bei Heinrich Böll hängen. “Frauen vor Flußlandschaft” ist das letzte Buch Heinrich Bölls und beleuchtet das Intrigenspiel von fiktivien Politikern und derem Umfeld. Obwohl bereits 1985 geschrieben, hat dieses Buch an Aktualität nichts eingebüßt. Vier Wochen nach der Wahl, erleben wir zur Zeit auch ein Ränkespiel um Macht und Einfluss. In vier Jahren vernehmen wir dann, daß es die Schuld des Koalitionspartners war, dass die notwendigen Reformen nicht gelöst werden konnte. Wer Lust zur Abstraktion hat, dem empfehle ich dieses Buch.
Juli16
Wer ist Cees Nooteboom? Unter seinem richtigen Namen Cornelis Johannes Jacobus Maria Nooteboom wurde der Autor 1933 in Denn Haag geboren. 17jährig zog es ihn nach Paris, wo er als Journalist arbeitete. Bekannt wurde Noteboom durch seine Reiseberichte. Erst 1980 kam mit dem Roman “Rituale” der literarische Durchbruch.
“Im Frühling der Tau” ist ein Streifzug durch Persien, Japan, Birma, Malaysai, Borneo, Thailand und Macau. Ein klassisches Reisebuch ist dieses Buch keineswegs, eher begeistert Nooteboom den Leser mit der Beschreibung des Alltäglichen sowie seine fundierter Länderkenntnis weckt stellenweise die Lust noch mehr über das jeweilige Land zu erfahren.
Jedenfalls habe ich dieses ungewöhnliche Buch sehr genossen, daher meinen Beurteilung: lesenswert
Juli12
In dem vorliegenden Buch schildert Anthony Swofford das Leben eines Scharfschützen der US-Marines während des zweiten Golfkrieges 1990/91. Anthony gestattet uns Lesern einen Einblick in seine durch die Militäreinsätze seines Vaters geprägte Kindheit. Sollte an den Schilderungen über das Leben in der Wüste ein Fünkchen Wahrheit sein, ist das Leben in einer Berufsarmee vulgär, trist und in Abschnitten auch menschenunwürdig. Das Buch hat mich nicht vom Hocker gerissen, dafür war es mir in großen Teilen einfach zu flach. Wer auf trinkende, fluchende und fickende Soldaten steht, sieht es wahrscheinlich anders.
Das schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagsezeitung:
Das Buch ist keine Anlage, sondern ein Aufschrei.
Mein Fazit ein Buch das nicht dümmer macht als das tägliche TV-Programm, aber auch nicht mehr.